Early & Later Stage Unternehmen

Mit dem Deutsche Börse Venture Network richtet die Deutsche Börse AG ihre Expertise auf den vorbörslichen Bereich und ermöglicht auch hier einen effizienten Kapitalzugang für früh- und spätphasige Wachstums- und Technologieunternehmen. Mit über 200 Unternehmen und mehr als 460 Investoren bildet das Deutsche Börse Venture Network das führende Ökosystem für „Growth Financing“ und „Capital Market Readiness“ in Europa.

Die über 200 Jungunternehmen des im Jahr 2015 gegründeten Wachstumsnetzwerks verteilen sich auf eine Vielzahl an Industriesektoren, welche sich in acht Bereiche zusammenfassen lassen. Knapp 120 Unternehmen (ca. 60%) davon sind als Technologieunternehmen im engeren Sinne einzuordnen. Besonders hoch ist hierbei der Anteil in den Bereichen Financial Services, Industrial & Infrastructure sowie IT, Software & Data.

Quelle: dealroom.co (Stand Juli 2021)

Das Deal-Volumen von Wagniskapital-Deals ist in den Jahren von 2016 bis 2021 deutlich angestiegen. Im selben Zeitraum verringerte sich die Anzahl der Deals fortlaufend, welches teilweise darauf zurück zu führen ist, dass einige Investoren sich stärker auf ihre Bestandsportfolios fokussieren. Dies führt des Weiteren dazu, dass das insgesamt bei Investoren eingesammelte Kapital je Finanzierungsrunde im Durchschnitt angestiegen ist. 34 Prozent der Finanzierungen lagen über einem Gesamtvolumen von 250 Mio. €. Im Jahr 2020 übertrafen nur 9 Prozent der Finanzierungen die 250 Mio. €-Marke.

Nach einem leichten Rückgang des Deal-Volumens im Pandemie-Jahr 2020 ist bereits nach der ersten Hälfte des Jahres 2021 ein neuer Höchstwert von 8,1 Mrd. € erreicht. Damit ist das Deal-Volumen seit 2016 mit einem CAGR von 30 Prozent gewachsen. 

Trotz der allgemeinen Entwicklung hin zu wenigen aber größeren Runden, ist im ersten Halbjahr 2021 die Anzahl der Deals im Halbjahresvergleich zum ersten Mal seit 2018 angestiegen. Im ersten Quartal 2021 gab es 21Prozent mehr Transaktionen als im ersten Quartal 2020. Darüber hinaus wurde mit 381 Transaktionen das Niveau aus dem gleichen Zeitraum 2019 übertroffen. 

Die europäischen Wagniskapitalgeber sammeln weiterhin neue Finanzmittel in Rekordhöhe ein, können mit der hohen Nachfrage, vgl. Deal-Count, allerdings kaum Schritt halten. Deutsche Wachstumsunternehmen erhielten dieses Jahr bereits 48 Prozent ihres investierten Kapitals von europäischen Investoren. Viele Startups müssen aber insbesondere in der Spätphase das benötigte Kapital weiterhin bei außereuropäischen Investoren aufnehmen. Die Herausforderung in Deutschland und Europa besteht noch immer darin, ausreichend Wachstumskapital für spätere Finanzierungsrunden zur Verfügung zu stellen. Somit sind Unicorns und stark wachsende Startups bei ihrer Skalierung stark von internationalen Wagniskapitalgebern abhängig.

Quelle: dealroom.co (Stand Juli 2021)

Nach einer pandemiebedingten Abschwächung im zweiten Quartal 2020, stiegen sowohl die Anzahl der Finanzierungsrunden als auch das Gesamtvolumen der Wagniskapital-Finanzierungen ab dem dritten Quartal wieder an. So übertraf Q1 2021 bereits den letzten Höchstwert aus Q3 2019 (2,3 Mio. €), welcher in Q2 2021 noch deutlicher übertroffen wurde indem die 5-Milliarden-Euro-Marke des Deal-Volumens durchbrochen wurde. Lediglich die Anzahl der Deals ging leicht von 185 auf 182 zurück.

Das bereits hohe Deal-Volumen in Deutschland vom ersten Quartal konnte auf ein neues Rekord-Level in Q2 2021 verdoppelt werden. Getrieben durch einige Mega-Rounds lag das Deal-Volumen in Q2 2021 insgesamt bei 5,2 Mrd. €. 

Das erste Quartal 2021 verzeichnete mit 185 Deals die höchste Anzahl der letzten sechs Quartale. Diese konnten jedoch mit 2,6 Mrd. € insgesamt nur halb so viel Kapital einsammeln, wie die 182 Deals in Q2 2021.

Die drei größten Finanzierungsrunden im zweiten Quartal 2021 schlossen das Softwareunternehmen und Deutsche Börse Venture Network Mitglied Celonis (850 Mio. €1) und die beiden FinTechs Trade Republic (635 Mio. €) und Wefox (551 Mio. €) ab, welche zusammen bereits 39 Prozent des gesamten eingesammelten Kapitals ausmachten.

1Wechselkurs vom 28.07.2021 via Morningstar 0,85 US-$/€

Im zweiten Quartal sind insbesondere drei Transaktionen von Mitgliedern des Deutsche Börse Venture Networks hervorzuheben: Die Finanzierungsrunden von Celonis und Scalable Capital sowie der Börsengang von Mister Spex:

Celonis, der globale Marktführer im Bereich Enterprise Software, hat am 02.06.2021 eine Serie-D Finanzierungsrunde in Höhe von 850 Mio. € bekannt gegeben. Damit wird Celonis mit mehr als 9,3 Mrd. € bewertet. Die Finanzierungsrunde wurde von Durable Capital Partners LP und T. Rowe Price Associates angeführt.

Insgesamt hat das Startup seit Juni 2016 rund 313 Mio. € von Investoren erhalten. Im vergangenen Jahr ist das Münchner Unternehmen stark gewachsen und hat seine Mitarbeiterzahl auf mehr als 800 verdoppelt. Der zweite Hauptsitz ist mittlerweile in New York, denn Celonis treibt die Expansion in die USA stark voran.

Quelle: celonis.com, forbes.com


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Scalable Capital, der stark wachsende Neo-Broker aus München und Europas größter digitaler Asset Manager, hat in einer Serie-E-Finanzierungsrunde unter der Führung von Chinas führendem Technologieunternehmen Tencent mehr als 150 Mio. € eingesammelt. Mit dieser weiteren Finanzierungsrunde erhöht sich das insgesamt erhaltene Kapital auf über 260 Mio. €. Bestehende Anteilseigner haben sich ebenfalls beteiligt.

Die Finanzierung wird verwendet um das europäische Wachstum von Scalable Capital weiter zu stärken und den Aufbau eines integrierten digitalen Wealth-Management- und Brokerage-Angebots voranzutreiben. Fünf Jahre nach dem Start im Februar 2016, hat das Unternehmen mehr als eine Viertelmillion Kunden und über 4 Mrd. € Asstes-under-Management auf seiner Plattform und ist eines der am schnellsten wachsenden Europäischen FinTechs.

Quelle: de.scalable.capital, techcrunch.com


ayoxxa
Das VC-finanzierte Wachstumsunternehmen Mister Spex hat mit seinem Börsengang Anfang Juli diesen Jahres 375 Mio. € eingesammelt und ist damit das zehnte Mitglied des Deutsche Börse Venture Networks, das seit 2016 an die Börse geht. Die Marktkapitalisierung zum IPO betrug 867 Mio. €. Mister Spex, mit Sitz in Berlin, kombiniert klassische Optiker-Dienstleistungen mit virtuellen Angeboten wie einem Online-Augentest. Mit dem zusätzlichen Kapital will Mister Spex vor allem international expandieren. Nach Angaben des Unternehmens betreibt der Brillenhändler Online-Shops in zehn Ländern und mehr als 40 Geschäfte in Deutschland, Österreich und Schweden.

Quelle: Primary Market Statistic via deutsche-boerse-cash-market.com, handelsblatt.com

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Datenquelle: Deutsche Börse AG                                                                     Stand: Juli 2021

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